Donnerstag, 21. November 2013

Memory-Quilt-Block für Karl-Wilhelm Selk


Hallo alle miteinander!!

Heute möchte ich euch gerne den ersten Memory-Quilt-Block zeigen, den ich der wohl wichtigsten Person in meinem Leben widmen möchte.

                                                
                                                Meinem Vater. Karl-Wilhelm Selk 

                                                     

Mein Vater wurde im Oktober 1934 in Elmshorn geboren und verstarb im August 1992 nach kurzer, schwerer Krankheit.
Tja, wer war mein Papa. Einfach ein toller Mann in dem man sich in jeder Minute seines Lebens verlassen konnte.
Er machte in den 1950´er Jahren eine Ausbildung zum Rohrschlosser bei der Kremer-Werft in Elmshorn wo er sich vom kleinen Lehrling bis zum Werksmeister hoch arbeitete.
Für mich war es eine tolle Sache, denn wir wohnten nicht weit vom Werftgelände entfernt und so sind meine Mutter und ich oft ans Nordufer gegangen um ihm bei der Arbeit zu zusehen.
Auch an den Wochenenden (im Winter) war ich oft mit ihm auf der Werft wo ich dann als junges Mädchen durch die Rohbauten turnte und alles erklärt bekam was ein Maschinist und Schiffsbauer so braucht. *ggg*
Als die Kremer Werft nach Glückstadt umzog durfte ich auch manchmal mit wenn gearbeitet wurde und ich fand es immer klasse wenn die Belegschaft murmelte: "Die Tochter vom Chef kommt!!! Stell die Bierflasche weg!!" ;-)
Nach dem Konkurs der Firma wechselte er in den Aggregatebau wo er große Notstromaggregate baute.

Als Papa war er unschlagbar und mein absoluter Held. Ich erinnere mich gerne daran das ich jeden Nachmittag der Zeit entgegen fieberte wenn er nach hause kam. Meistens hab ich dann schon vor dem Haus auf ihn gewartet um ihn um den Hals zu fallen. Mir fällt es auch 21 Jahre nach seinem Tot schwer an diese Zeit zu denken. :-(

Kommen wir mal zu dem Kompass Block den ich für ihn ausgesucht habe.
Ich habe mich ganz bewusst für nur 2 "Farben" entschieden, weil gerade dieses Sternenmuster sehr gut zu meinen Erinnerungen passt.
Das fängt damit an das ich die ersten 7 Jahre meines Lebens in der "Besucherritze" schlafen musste. Meine Schwester bewohnte das Kinderzimmer und so blieb mir nichts anderes übrig als mir das Bett mit meinen Eltern zu teilen. Abends erzählte mein Vater mir dann immer Geschichten im Bett wie es in Elmshorn im 2. Weltkrieg gewesen ist. Als die Briten durch Elmshorn gefahren sind und die Fenster abgedunkelt werden mussten. Ich liebte diese und andere Geschichten aus seiner Kindheit.
Ein weiterer Bezug zum Sternenhimmel kam dann wenn wir von Ostern bis Oktober unsere Wochenenden auf dem Campingplatz in Wittenborn bei Bad Segeberg verbrachten.
Nachts stromerten wir beiden oft durch die Felder und den Wald und guckten uns den Sternenhimmel an. Mein Vater erklärte mir dann die Sternenbilder und da störte es auch nicht das wir bis zu den Knien in den Brennnesseln standen. ;-)

Noch heute kommt es vor das ich spät Abends auf unserer Terrasse sitze und in den nächtlichen Himmel gucke und an die vergangenen Jahre denke. Ich überlege mir dann ob er wohl von oben auf uns herunter sieht und sich an uns und seinen drei Enkelsöhnen freut die er sich so gewünscht aber nie erlebt hatte. Mich tröstet es dann das er wenigstens unseren ältesten Sohn noch in den Armen halten durfte.

Ich hoffe ich konnte euch meinen Papa ein wenig näher bringen.

LG Andrea

Kommentare:

  1. Sehr schön und eine nette Geste an den Vater.
    Liebe Grüße Christa

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  2. Wunderschön wie du von deinem Papa erzählt.
    LG
    Gitta

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  3. Das hast du! Es tut richtig wohl, deine Papageschichte zu lesen.
    Ich habe oft das Gefühl, "die Kinder von heute" wissen ihre Eltern oft gar nicht zu schätzen.
    Ich habe immer gedacht (und gesagt) : Wenn ich ein bißchen wie meine Eltern werde, bin ich gut! Noch heute bewundere ich meine Eltern für die Art, wie sie uns vier Kinder großgezogen und für das,was sie uns an Werten mit auf den Weg gegeben haben. Chapeau meinen Eltern und dir Danke für diesen Blogeintrag.
    sonnige Grüße
    morgaine

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  4. Liebe Andrea,
    das ist ein wunderschöner Post und ich finde die Idee, einen Memory-Quilt zu nähen einfach nur wunderbar!!!
    Ganz liebe Grüße, Rike

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Vielen Dank das du dir die Zeit nimmst mir einen Kommentar zu hinterlassen.
Ich freue mich immer von euch zu hören. Danke

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Ich suche....

eine "alte Freundin" aus Kindheitstagen und vielleicht könnt ihr mir helfen sie zu finden.
Ihr Name ist Marlies ??? geb. Rauschenbach. Sie wohnte mit ihren Eltern Albert und "Lita" (Elisabeth) Rauschenbach in Hamburg/Stellingen. Sie müsste in den 1950´er Jahren geboren sein (sie war etwas älter als meine Schwester) und hat warscheinlich eine Lehre zur Bankkauffrau gemacht.Ihr letzter mir bekannter Wohnort war Norderstedt bei Hamburg. Leider habe ich seit vielen, vielen Jahren keinen Kontakt mehr zu ihr aber vielleicht kennt sie jemand und kann einen Kontakt herstellen??
Ich würde mich freuen!!