Heute möchte ich mal nichts zeigen sondern mal meinen Gedanken nachhängen.
Neben dem Thema Patchwork und Quilting, bzw. Volkskunst und Kunsthandwerk im Allgemeinen, interessiere ich mich auch für "unsere" Familiengeschichte.
Mich interessieren bei meiner Familienforschung nicht nur die Namen und Daten meiner Vorfahren, sondern eher wo und wie sie gelebt haben.
Dabei ist mir aufgefallen das sich die Liebe zum Textilen Handwerk scheinbar wie ein rotes Band durch die Generationen zieht. ;-)
Da wäre z.B. die Famlie Seitens meines Vaters.
Ein Teil dieser Familie stammt ursprünglich aus Thüringen und verdienten ihren Lebensunterhalt als Leinenweber.
Ein anderer Vorfahr dieser Linie war Töpfer.
Von den Vorfahren meiner Mutter ist bekannt das ihr Großvater väterlicherseits lieber in der "Stube" saß und gestickt hat statt sich um seine Kühe im Stall zu kümmern.
Besonders interessant ist das wiederum die Vorfahren dieses Familienzweigs ursprünglich aus Frankreich stammten und verfolgte Hugenotten waren.
Die drei Brüder folgten damals dem Ruf Preußens, weil sie als reformierte Protestanten in Frankreich um ihr Leben fürchten mussten.
Die mir bekannten Berufe waren:
- Böttcher
- Gerber
- Schuhmacher
- Stickerin
- Schneiderin
Die kreative Berufswahl hat sich dann auch bis zu den nicht so entfernten Generationen durchgezogen.
So gibt es nach wie vor Schneiderinnen und und eine Modistin in meiner Familie.
Zwar üben diese ihren Beruf altersbedingt nicht mehr aus aber die Liebe zu textilen Techniken ist allen geblieben. :-)
Wie sieht es denn bei euch aus?? Seit ihr auch familiär vorbelastet oder seit ihr eher ein Einzelfall ?
LG Andrea

Coole Geschichte, super Frage!
AntwortenLöschenIch gehöre zur 5. Generation NUR weiblicher Nachkommen und Handarbeit wurde immer gemacht (stricken, häkeln etc.), meine Tante näht noch heute Kleidung als Hobby.
Ich habe zwar die Liebe zur Handarbeit bestimmt mit abgeschaut, bin aber die einzig wirklich kreative Person der Familie. Naja, meines Vaters Seite ist da wohl vorbelastet. Mein Opa schrieb Bütte-Reden (die Fastnachtsreden) etc., aber ich habe voll was abgekriegt von Kreativität.
Leider habe ich das Problem, keinerlei Vorreiter in meiner Familie zu haben und keinerlei Ausbildung in einer kreativen Richtung, d.h. oft sitze ich hier und fühle, daß ich bersten könnte vor Ideen etc., aber keine Ahnung habe, wie ich sie umsetzen könnte. Ich schreibe gerne, habe früher viel gemalt und nun male ich mit Stoff.
Nana
Hallole
AntwortenLöschenMir geht es auch eher wie Nana.
Gestrickt wurde zwar ein bisschen aber niemand war bzw ist in meiner Familie so kreativ veranlagt wie ich... Leider...
Dadurch kam es schonals Kind zu vielen Missverständnissen, Kopfschütteln und Unverständins :-(
Als ich mich dann auch noch selbstständig mit meiner Kreativität gemacht habe gab es viele Unken Rufe *hehe*
Mittlerweile bin ich schon gute 5 Jahre erfolgreich selbstständig und niemand sagt mehr was :-)
Aber ich würde mir mehr Kreativität in der Familie wünschen...
Susanne
PS: Meine Tochter ähnelt mir zum Glück sehr und mein Mann probiert mittlerweile auch seehr viel aus (Skulpturen mit der Kettensäge schnitzen zB.)